Ein Waldkindergarten ist ein Kindergarten ohne Tür und Wände. Die gesamte Bildungsarbeit findet zum größten Teil in der freien Natur statt.

Im Wald können die Kinder ihren Bewegungsdrang ungehindert ausleben und haben gleichermaßen die Möglichkeit in einer besonderen und wohltuenden Atmosphäre Ruhe und Stille zu erfahren. Beides unterstützt die für die Entwicklung so wichtige Selbst- und Sinneswahrnehmung in einem hohen Maße.

Die Bewegung auf unebenem Boden und die ständige Weiterentwicklung der Fein- und Grobmotorik durch natürliche und freudvolle Bewegungsanlässe wirken sich äußerst positiv auf die körperliche und geistige Entwicklung aus.

Die Kinder lernen Tiere und Pflanzen in ihren natürlichen Lebensräumen kennen, und der Kreislauf der Natur wird mit allen Sinnen erlebt. So erfahren die Kinder einen behutsamen Umgang mit der Natur und lernen alles Leben wertzuschätzen.

Im Wald ersetzen Naturmaterialien einen großen Teil der industriell hergestellten Spielmaterialien. Geruch, Struktur, Gewicht und Farben werden mit allen Sinnen wahrgenommen. So wird ein ganzheitliches Lernen ermöglicht. Kreativität und Phantasie werden angeregt und die Kommunikationsfähigkeit wird gefördert.

Die Gruppengröße von nur 15 Kindern und zwei pädagogischen Fachkräften ermöglicht eine intensive und individuelle Betreuung eines jeden Kindes, unterstützt ein positives Miteinander und fördert ein starkes Gruppen- und Zugehörigkeitsgefühl.

Beim Spielen und Erleben im Wald bieten sich den Kindern vielfältige Möglichkeiten, ihre eigenen körperlichen Grenzen zu erfahren und so ein positives Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Nicht zuletzt wirkt sich der ständige Aufenthalt im Freien bei jeder Witterung nachweisbar positiv auf das Immunsystem aus.